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„Was halten Sie davon, wenn wir auf dem Basar einen Infostand aufstellen?“ Was mit einer schlichten Frage begann, sollte zu einer Welle der Hilfsbereitschaft führen, mit der wir nicht gerechnet hatten. Wenn man Ende Oktober beschließt, auf dem Basar einen Infostand aufzustellen – und sei er noch so klein –, dann ist man in jedem Fall viel zu spät dran. Denn der Basar ist wie ein 1000-teiliges Puzzle, welches jedes Jahr vom Basarkreis akribisch zusammengelegt wird. Kommt kurzfristig ein #AulaRetten-Puzzleteil dazu, ist es gar nicht so leicht, einen geeigneten Ort zu finden; und sei es nur für einen Stehtisch. Nach einigen Überlegungen bekamen wir die Gelegenheit, die Türen der Aula zu öffnen – zumindest ein klein wenig. Also rasch Tische organisiert und auf wenigen Quadratmetern im Saal einen Infostand aufgebaut. So nahmen wir niemandem einen Platz weg. Ziel war es, auf der einen Seite ins Gespräch zu kommen und auf der anderen Seite mit #AulaRetten-Merch erste Spenden zu akquirieren. Was dann geschah, damit hatten wir nicht gerechnet.
Wenn eine Schulgemeinschaft zusammenrückt
Bereits während des Aufbaus bekamen wir ad hoc weitere Artikel wie Gipsreliefs, Blumenpressen, gehäkelte Weihnachtssterne und Kunstdrucke angeboten, um sie gegen eine Spende abzugeben. Darüber hinaus hatten Schülerinnen und Schüler der 6c im Vorfeld Kerzen hergestellt und Armbänder geknüpft. Auszubildende der Schreinerei steuerten eine Vielzahl extra angefertigter #AulaRetten-Schlüsselanhänger bei. Praktisch über Nacht entstand der #AulaRetten-Parkplatz, der dann am Basartag kurzfristig von Abiturientinnen und Abiturienten betrieben wurde. Weitere Schülerinnen und Schüler taten sich mit Sammelbüchsen zu mobilen Spenden-Teams zusammen oder spielten gemeinsam Weihnachtslieder auf ihren Instrumenten, um Geld für die Aula zu sammeln. All das war einfach und pragmatisch in kürzester Zeit entstanden und ein Beleg dafür, welche Kraft wir als Schulgemeinschaft entfalten können, wenn wir zusammenhalten.
Ein Raum voller Erinnerungen
Der Zuspruch am Basartag war überwältigend. Wir hörten Schilderungen von Ehemaligen, die mit Blick auf die Bühne ihre besonderen Erlebnisse zu einem längst vergangenen Klassenspiel oder Chor- und Orchesterkonzert teilten. Und wir spürten auch das Mitleid mit dem „kranken Patienten“. Denn dieser Ort hat eine besondere Bedeutung, eben weil er so viele Erlebnisse geschaffen hat, an die sich viele Menschen ein Leben lang erinnern.
Ein Anfang, der Mut macht
Die Kraft der Schulgemeinschaft – pragmatisch anzupacken, wenn es nötig ist –, aber auch der Zuspruch der Besucherinnen und Besucher hat uns als #AulaRetten-Initiative gezeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Wir müssen es einfach schaffen, dass sich die Aula schnellstens wieder mit richtigem neuen Leben füllt und wiederum ein Ort für wundervolle Erlebnisse wird, die Lebenswege verändern können – für unsere Kinder! Rund 5000 € haben wir am Ende des Tages in unserer Spendenbox gezählt. Darüber hinaus hat sich der Basarkreis damit einverstanden erklärt, die Einnahmen des Basars für die Renovierung der Aula zur Verfügung zu stellen. Dafür bedanken wir uns sehr herzlich!
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